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Unseriöse "Züchter" entlarven sich oft selbst!

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Grus51
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Beitrag1/2, Verfasst am: 19.08.2019, 14:53      Beitrag speichern

Betreff: Unseriöse "Züchter" entlarven sich oft selbst!
Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

.
Eine Person stellt sich selbst als "Züchter seit 2007" dar. Man findet deren Spuren im Internet reichlich - was man nicht findet ist eine eigene Homepage und das ist schonmal ein Grund, sich ein paar Gedanken zu machen. . .

Bevor man aber nicht selbst aktiv Nachforschungen angestellt hat, kann und darf man sich kein Urteil erlauben. Es ergab sich nun, daß ich zu einem Rüden aus diesem Zwinger nach ein paar Details wie Wurftag und Haarfarbe ersuchte und da ich nichts im Netz fand, kurzerhand in diesem Zwinger anrief.

Telefonat am 19.8.2019:
Meine Frage nach Farbe und Wurftag des Rüden ELIAS konnte nicht beantwortet werden.

"Ich habe keine Daten mehr da die Ahnentafel immer dem neuen Besitzer übergeben wird."


Auf meine Frage, ob sie dann mal im Zwingerbuch nachschauen würde, gab es eine frappierende Erklärung:

"Nein, das Zwingerbuch habe ich nicht, das hat nur der Verein!"


An der Stelle habe ich es aufgegeben!

Fazit:
Wenn jemand angeblich seit 12 Jahren Züchter sein will und nichtmal weiß, was ein Zwingerbuch ist, dann ist das beschämend. Zugleich ist das auch ein Hinweis darauf, daß diese Person gar kein Zwingerbuch führt - vermutlich weil es - in deren Augen - nur unnütze Arbeit macht.

Aber noch bedenklicher ist in meinen Augen, daß ein Mensch sich hochtrabend als Züchter bezeichnet, dem die eigenen Produkte nur so lange von Wert sind, wie sie noch nicht verkauft sind. Mit dem Abkassieren ist jegliches Interesse an den Nachzuchten erloschen, sie haben ja ihren Zweck erfüllt.

Züchten, im Sinne einer gezielten Beeinflussung des angestrebten Ergebnisses findet dort keinesfalls statt. Wie sollte es auch, wenn es nichtmal Aufzeichnungen zur Entwicklung der Junghunde gibt?
Müßig zu erwähnen, daß das was aus solchen Zwingern kommt, zumeist meilenweit am Rassestandard vorbeiproduziert wurde denn auch das ist eine typische Eigenschaft solcher Leute: Die schaffen sich jeder ihren eigenen Standard der mit dem offiziellen Standard, mit dem VERBINDLICHEN Zuchtziel NICHTS zu tun hat.
Eingeschleuste Defektgene findet man deswegen nahezu ausschließlich bei solchen Produzenten die stets in dubiosen Vereinen außerhalb jeder Kontrolle organisiert sind.

Wer dort kauft, unterstützt auf geradem Wege die Hundemafia!

Es gibt wirklich keinen Mangel an Bolonkawelpen, es gibt nur einen Mangel an guten, korrekt gezüchteten Welpen doch das heißt nicht, daß man resignieren und beim erstbesten Angebot zuschlagen sollte.
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Freundliche Grüße aus der Lausitz!
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(Stanislaw Jerzy Lec)
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Grus51
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Beitrag2/2, Verfasst am: 12.09.2019, 02:01      Beitrag speichern

Betreff: Desinformativer Unsinn
Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

R.R. schrieb wie folgt:
Der Bolonka zwetna ist eine mit der Zeit herausgebildete Farbvariante des Bolonka Franzuska.
Die Unterschiede im Körperbau sind sicher rein zufällig entstanden und haben sich im Laufe der
Zeit genetisch gefestigt. Das diese kleinen Hunde schon früher sehr beliebt waren, belegen die
Erwähnungen bei vielen russischen Poeten.
Leider ist der Bolonka zwetna heute weder im FCI noch im VDH eine anerkannte Rasse. Es gibt auch
keine Fachbücher über ihn, möchte man Näheres über diese Rasse erfahren, bleibt einem nur der Weg
zum Züchter.


Seriös ist ganz sicher nicht, wenn Welpeninteressenten mit aburden Falschbehauptungen und Ammenmärchen abgebügelt werden anstatt ihnen wirklich die historische Wahrheit zu vermitteln.

Diese 5 zitierten Sätze entsprechen zu 99% NICHT der Wahrheit und das alles ist leicht herauszufinden. Alleine von der Biologie her ist es völlig absurd zu behaupten, der Bolonka wäre von sich plötzlich selbst verfärbenden Bolognesern entstanden.
Früher?
Das Jahr 1951 markiert den Beginn der gezielten züchterischen Erschaffung einer neuen Rasse: Bolonka zwetna. Damals allerdings noch namenlos und erst mit dem allerersten Eintrag in das Zuchtbuch der LOOiP wurde im Jahre 1958 der Name "Bolonka" festgeschrieben; das Adjektiv "zwetna" folgte erst einige Jahre später.
Alleine die Tatsache, daß der Zuchtaufbau mit einem aus Ungarn importierten weißen Rüden und einer aus dem Zirkus erworbenen mockafarbenen Hündin begonnen wurde straft die Behauptung der zufälligen Entstehung körperlicher Merkmale Lügen.
"Im FCI" geht gar nicht, wenn schon die wirkliche Weltorganisation gemeint ist dann kann es nur heißen "von der FCI" und dies ist auch tatsächlich zutreffend, aber hat nichts mit der FCI an sich zu tun sondern ist einfach dem Umstand geschuldet, daß der Bolonka zwetna durch Rußland noch nicht zur Anerkennung durch die FCI eingereicht worden ist. Warum wohl? Einfach deswegen, weil diese noch junge Rasse einen Weg zurücklegen muß, auf dem sie sich stabilisiert und in ihrem gesamten Habitus noch ein Stück weit entfernt von dem ist, wie ein idealer Bolli sein soll. Die wenigen guten Hunde im VK stehen einer Übermacht von absichtlich deformierten Tieren gegenüber. Qualzucht ist in deutschen Zuchtstätten an der Tagesordnung - nicht in allen, das wäre furchtbar, aber doch in unüberschaubar vielen! Die Offerten im Web sprechen Bände, die "Rassebeschreibungen" auf Züchterhomepages zementieren den Irrsinn statt ihm konsequent die Stirn zu bieten. Es bleibt nur zu hoffen, daß das allgemeine Interesse am Bolli nachläßt denn dann erst ist er für die Massenproduzenten uninteressant und bekommt eine Chance auch hier in D.
Der VDH hat den Bolonka zwetna bereits im Februar 2011 offiziell als Nationale Rasse anerkannt - auch das ein Verdienst von Karin Biala-Gauß, nicht von den selbsternannten Rasseverbesserern die da mal schnell einen "Deutschen Bolonka" erfunden hatten. Und daß es keine Fachliteratur zum / über den Bolli gäbe ist ebenso erlogen. Schon 2010, also noch vor Anerkennung als Nationale Rasse durch den VDH verfaßte Karin Biala-Gauß eine Abhandlung über den Bolli und wies bereits damals auf die sich offenbarenden Qualzuchtfaktoren in den Massenzuchten und den Irrsinn "Deutscher Bolonka" hin. Klare Worte, die von Leuten, deren einziges Ziel ein möglichst hoher ökonomischer Gewinn aus dem Welpengeschäft ist, damals wie heute einfach negiert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob jene nur zu einfältig sind um die Situation zu begreifen oder ob sie gezielt gegen jegliche Vernunft opponieren. Den Schaden hat immer die Kreatur zu tragen!

Abschließend noch soviel:
Wer etwas über eine Rasse erfahren möchte, kann sich bei der FCI, beim VK oder einem anderen seriösen Verein erkundigen. Es gibt zudem auch noch Bibliotheken, in denen man sich entsprechende Bücher ausleihen kann. Und dann kann und sollte man als interessent auch an verschiedenen Huindeveranstaltungen teilnehmen. Nur dort, wo man mit den reinen Tierhaltern, nicht den Züchtern, ind Gespräch kommen kann hat man die Chance auf vielfältige Erfahrungen zu treffen und dort wird mak auch am ehesten eine Empfehlung für einen bestimmten Züchter bekommen können und wenn nicht, gibt es zumindest ein paar Adressen, um die man tunlichst einen großen Bogen machen sollte.
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